20. November: Mitgliederversammlung der VVN-BdA Ostfriesland

2. November 2019

Am 20. November 2019 um 19:00 Uhr findet die nächste Mitgliederversammlung der VVN-BdA Ostfriesland in Leer statt. Tagungsort ist die VHS, Blinke 61, Raum A

Auf der Tagesordnung stehen u. a. Berichte von der Landesdelegiertenversammlung , der Gedenkveranstaltung in Engerhafe und der Stolpersteinverlegung in Emden.

Stolpersteinverlegung in Weener am 15. November

2. November 2019

Am Freitag, den 15. November ab 13:30 Uhr werden in Weener 22 weitere Stolpersteine verlegt, die an jüdische Familien erinnern.

Beginn ab 13:30 Uhr vor den Häusern:

1. Norderstr. 50, Familien Abraham und Moritz Gerson (9 Steine)

2. Neue Str. 2, Geschwister Johanne und Eva de Jonge (5 Steine)

3. Norderstr. 6, Geschwister Victor und Caroline Leers (3 Steine)

4. Süderstr. 3, Familie Jakob de Jonge (5 Steine)

Esther Bejarano: „Das ist meine Rache an den Nazis“

24. Oktober 2019

Als junge Frau überlebte sie Auschwitz. Heute, mit 94 Jahren, singt und tanzt sie auf den Bühnen der Republik gegen Hass und Gewalt, für Menschlichkeit. Begleitet wird sie dabei von einer deutsch-türkisch-italienischen Rap-Gruppe.

Elz – Mehrmals standen die rund 600 Besucher im Bürgerhaus Elz auf, um Esther Bejarano Respekt zu zollen und ihr Applaus zu schenken, so bewegend war dieser Abend. Bereits zur Begrüßung durch Stefan Schneider, Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft Verdi Limburg-Weilburg, war spürbar, wie großartig der Abend werden würde. „Die Zahl der Besucher übertrifft deutlich unsere Erwartungen“, sagte Schneider, „das ist ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus.“ Und der Applaus war groß.

Nummer 41948

„Wenn ich hier oben stehe, rede, singe, tanze und lache, dann ist es meine Rache an den Nazis“, sagte Esther Bejarano. Die heute 94-Jährige hat das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Im Alter von 18 Jahren kam sie mit einem Transport im Viehwaggon nach Auschwitz. Direkt nach der Ankunft fand die erste Selektion statt, ihr wurde der Kopf geschoren, die Würde genommen. Ihr wurde die Nummer 41948 eintätowiert. „Namen wurden abgeschafft, wir waren nur noch Nummern“, liest sie aus ihrem Buch vor. Sie hatte dann das Glück, dass sie in das Mädchenorchester kam. „Sonst wäre ich verreckt.“

Viele Besucher in Elz bewunderten, mit welch starker Stimme Esther Bejarano aus ihren Erinnerungen las und dass sie überhaupt in der Lage war, von diesen Zeiten zu sprechen, ohne dass ihr die Stimme brach. Bejaranos Großmutter väterlicherseits war Christin, nach der verqueren Logik der Nazi-Ideologie war die junge Frau also zu einem Viertel arisch. Dies bedeutete für sie, dass sie ins KZ Ravensbrück geschickt wurde. Dort arbeitete sie bei Siemens in der Montage. Im Januar 1945 seien die Mischlinge zu Ariern erklärt worden. erzählt die 94-Jährige. „So ein Schwachsinn! Wie viele Mischlinge hatte man schon ermordet“, kommentiert sie. „Ich nutzte die Vorteile, die sich dadurch ergaben, doch im Herzen blieb ich Jüdin.“

Hier geht es zum Artikel in der Frankfurter Neue Presse: https://www.fnp.de/lokales/limburg-weilburg/auschwitz-ueberlebende-elz-meine-rache-nazis-13138038.html

Foto: weltnetz.tv

Roland Berger: Die Lebenslüge „der personifizierten Deutschland AG“. Unternehmer, Politiker und Leitmedien trugen die Lüge mit – jahrzehntelang, transatlantisch.

21. Oktober 2019

Mit diesem Text schildert Werner Rügemer eine spannende Geschichte. Sie war uns beiden am vergangenen Wochenende aufgefallen. Mich berührt sie auch persönlich. Siehe am Ende des Textes. Albrecht Müller.

Werner Rügemer:

„Roland Bergers Selbstbetrug – Der Beraterstar, sein Nazi-Vater und die Schuld der deutschen Wirtschaft“ – so überschrieb das „Handelsblatt“ am 18.10.2019 ihre bisher wohl längste Titelgeschichte zu einer Einzelperson, sieben Seiten lang. Untertitel: „Viele Jahre lang stilisierte Roland Berger seinen Vater zum Nazi-Opfer. In Wahrheit jedoch hat er von Arisierung profitiert – und die NSDAP gefördert.“

Roland Berger war jahrzehntelang für die Bundesrepublik so etwas wie „Mister Deutschland“. Er beriet nicht nur die wichtigsten Unternehmen, sondern auch Landes- und Bundesregierungen. Er war Mitglied in vielen Regierungskommissionen und Aufsichtsräten. Er bekam Gastprofessuren im In- und Ausland, ebenso zahlreiche Ehrungen. Ungezählt sind die Interviews in den privaten wie öffentlich-rechtlichen Leitmedien, seine Auftritte in Talkshows. In der Tat: Berger inszenierte nicht nur den eigenen jahrzehntelangen Selbstbetrug. Er repräsentiert auch den inszenierten Selbstbetrug des bundesdeutschen Unternehmer-Milieus und dessen MittäterInnen.

Hier geht es zum Artikel auf den nachdenkseiten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=55755

Stadt der Wölfe

14. Oktober 2019

Rechtsextremismus Der Täter radikalisierte sich vermutlich im Netz, aber in Halle geben sich seit Jahren geistige Brandstifter die Klinke in die Hand
von Martina Mescher (www.freitag.de)
Zäune, Mauern, Polizisten, die Wache stehen vor Synagogen, Kindergärten oder Schulen. Dieses Alltagsbild der Bundesrepublik führt einem Tag für Tag die Gefahr des Antisemitismus vor Augen. Die traurige Gewissheit, dass ein Anschlag jederzeit und überall möglich ist, galt vor Halle und sie gilt nach Halle. Aber in Halle gab es für die Synagoge keinen Polizeischutz. Ausgerechnet in Halle. Einer Stadt, in der sich das Who is who der Neuen Rechten die Klinke in die Hand drückt, in der man den Apologeten der rechtsextremen Ideologie beim Schaulaufen zusehen kann. In Halle betreibt die Identitäre Bewegung seit 2017 ihr „patriotisches Hausprojekt“, ein Kaderzentrum ganz in der Nähe der Universität. Der zentrale Begriff im politischen Arsenal der Identitären ist die Parole vom „großen Austausch“.
Hier geht es zum Artikel: https://www.freitag.de/autoren/martina-mescher/die-stadt-der-woelfe

Stellungnahme der VVN-BdA zum Terroranschlag in Halle

10. Oktober 2019

FIR: Eine schlimme Botschaft des Europäischen Parlaments

30. September 2019

Am 19. September 2019 verabschiedete das EU-Parlament in Straßburg eine Resolution, in der es angeblich um die „Bedeutung der europäischen Vergangenheit (oder des europäischen Geschichtsbewusstseins) für die Zukunft Europas“ ging. 535 Abgeordnete stimmten für diese Entschließung, 66 dagegen und 52 enthielten sich der Stimme.

Die FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten) und ihre Mitgliedsverbände können mit diesem Beschluss in keiner Weise einverstanden sein. Der Text der Erklärung zeigt nicht die Zukunft Europas, sondern ist ein ideologischer Rückfall in die schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges, wie er in dieser Entschließung zum Ausdruck kommt, die auf Initiative der baltischen Staaten und Polens zustande kam. Entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen wird hier behauptet, dass erst mit dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag „die Weichen für den Zweiten Weltkrieg gestellt wurden“.

Die Rekonstruktion der Ereignisse, die zum Zweiten Weltkrieg führten, ist verbohrt, voreingenommen, instrumentell und hat keine wissenschaftliche Grundlage in irgendeinem der Behauptungen. Es setzt die Unterdrücker und Unterdrückten, Opfer und Schlächter, Eindringlinge und Befreier gleich. Die Entschließung ist ein Text grober ideologischer Propaganda, wie er aus der schlimmsten Zeit des Kalten Krieges in Erinnerung ist.

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19.Oktober 2019: Gedenkveranstaltung in Engerhafe

29. September 2019

Gericht: Höcke darf als Faschist bezeichnet werden (mdr.de)

29. September 2019

Ein Gericht in Meiningen hat festgestellt: Der AfD-Landesvorsitzende von Thüringen, Björn Höcke, darf als „Faschist“ bezeichnet werden. Zuvor war die Stadtverwaltung Eisenach gegen die Bezeichnung vorgegangen.

Der Vorsitzende der AfD Thüringen, Björn Höcke, darf als „Faschist“ bezeichnet werden. Das hat das Verwaltungsgericht Meiningen in einem Eilverfahren entschieden.

Hier geht es zum Artikel auf mdr.de: https://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/hoecke-faschist-eisenach-100.html

Mitgliederversammlung der VVN-BdA KV Ostfreisland

5. September 2019

Die nächste Mitgliederversammlung der VVN-BdA KV Ostfriesland findet am Mittwoch, den 18. September 2019 um 19:00 Uhr in Aurich statt.

Tagungsort:
Europahaus Aurich, Von-Jhering-Straße 33, 26603 Aurich

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