Vortrag über Menna Steen in Weener

15. November 2018

Das Leben einer freien Friesentochter

Bei der Abschlussveranstaltung im Rahmen des »Lebendigen Frauenkalenders 2018« wird Susanne Brandt aus Flensburg am 2. Dezember im Rathaussaal von Weener das Leben und Wirken von Menna Steen vorstellen. Die im Jahr 1907 geborene Critzumerin war Pfarrfrau in Holthusen und setzte sich für Freiheit und Menschenrechte im Kampf gegen die Nationalsozialisten ein.

Um 11.15 Uhr beginnt der Vortrag unter dem Titel »Ich bin eine freie Friesentochter«. Diesen Satz soll Steen der Überlieferung nach als junge Frau gesagt haben, als sie einen Hofknicks verweigerte. Referentin Susanne Brandt ist Lektorin der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.

Quelle: Rheiderland Zeitung, 15.11.2018
Die Referentin Susanne Brandt hat lange Zeit in Papenburg gelebt und mehrfach das Kulturprogramm bei den Kungebungen zum 8. Mai in Esterwegen gestaltet.

Video: Die Arbeit und Gedenkpolitik der VVN/BdA

11. November 2018

Interview mit Christoph Butterwegge zum Aufstieg der AfD

5. November 2018

 Quelle: diefreiheitsliebe.de,  Julius Jamal

Die AfD sitzt nun in allen Landtagen und im Bundestag, damit ist sie nun endgültig im parlamentarischen System angekommen. Die Ursachen des Aufstiegs der werden von vielen diskutiert. Prof. Dr. Butterwegge hat sich ihrem Aufstieg ausführlich gewidmet und ein Buch (Rechtspopulisten im Parlament) zu ihrem Aufstieg geschrieben, wir haben mit ihm gesprochen.

Die Freiheitsliebe: Die AfD sitzt jetzt in allen Landtagen, was sind die Gründe dafür?

Prof. Dr. Christoph Butterwegge: Verantwortlich für die anhaltenden Wahlerfolge der AfD sind exogene und endogene Faktoren. Zu den Ersteren gehören Veränderungen und Krisenerscheinungen des bestehenden Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. Im gegenwärtigen Finanzmarktkapitalismus wird der Gegensatz von Kapital und Arbeit durch die Kluft zwischen Arm und Reich überlagert. Auch gehört Korruption zum Wesenskern dieser neuen Entwicklungsstufe des Kapitalismus, was den Rechtspopulismus bzw. seine doppelte Frontstellung gegenüber den „korrupten Alteliten“ und einer „faulen Unterschicht“ nicht bloß plausibel erscheinen lässt. Wegen der sozialen Polarisierung fürchtet die Mittelschicht nämlich, zwischen Oben und Unten zerrieben zu werden, was sie anfällig für eine Ideologie macht, die ihr einen „politischen Zweifrontenkrieg“ nahelegt. Besonders in der unteren Mittelschicht grassiert die Angst vor dem sozialen Abstieg und nach der globalen Finanzkrise vermehrt auch vor dem sozialen Absturz. Darauf reagieren ihre Angehörigen in Deutschland erfahrungsgemäß mit einer Wendung nach rechts. Dies war nach dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 ähnlich wie nach der Rezession 1966/67, als die NPD in sieben Landtage einzog, und während der Weltwirtschaftskrise gegen Ende der 1920er-/Anfang der 1930er-Jahre beim raschen Aufstieg der NSDAP.

Hier geht es weiter:https://diefreiheitsliebe.de/politik/die-inneren-widersprueche-sind-die-groesste-gefahr-fuer-die-afd-im-gespraech-mit-christoph-butterwegge/?fbclid=IwAR33B4G95OiT4Di6_5KYVQ-A_vggCDky24JNRsaQebkrfBJFnuSDOVHzDNI

Wellenbrecher – Lied gegen Fremdenhass jetzt online

3. November 2018

Emden: 80 Jahre Reichspogromnacht – Enthüllung einer Gedenktafel

2. November 2018

„Anlässlich des 80. Jahrestages der Pogromnacht wird am nächsten Freitag eine Gedenktafel im Foyer der Volkshochschule enthüllt. An jenem Ort – vor dem Zweiten Weltkrieg befand sich dort die Neutorschule – waren die Emder Juden in der Nacht vom 9. auf den 10. November von den Nazis zusammengetrieben und drangsaliert worden. „Daran möchten wir erinnern”, sagte der Vorsitzende der Max-Windmüller-Gesellschaft, Rolf Uphoff, gestern in einem Pressegespräch. Gleichzeitig wurde der Abschluss eines Mammutprojekts verkündet: Die 13-teilige Filmreihe „Wir lebten in Emden”, eine umfassende Dokumentation der Alltagsgeschichte Emder Juden, ist jetzt vollendet.“ (Emder Zeitung, online 02.11.2018)

17:00 Uhr : Beginn der Gedenkveranstaltung in der Bollwerkstraße, in der vor 80 Jahren die Synagoge in Brand gesetzt wurde.

18:00 Uhr: Enthüllung der Gedenktafel am Eingang der Volkshochschule. „Wie VHS-Leiterin Birgit Momberger während eines Pressegesprächs mitteilte, solle sie an die Neutorschule als Ort der Demütigung und Drangsalierung der aufgeholten jüdischen Bürger Emdens erinnern. Dutzende Juden wurden dort in der Nacht zum 10. November 1938 zusammengetrieben. Rund 60 von ihnen – sämtliche Männer im Alter zwischen 16 und 60 Jahre – kamen am 11. November ins Konzentrationslager Sachsenhausen.“ (Ostfriesen Zeitung, 02.11.2018)

18:30 Uhr: Gedenkveranstaltung im Forum der VHS aus der Sicht derer „die unter den menschenverachtenden Taten litten. Unter dem Projekttitel ‚Wir lebten in Emden‘ hat der Arbeitskreis Juden in Emden seit dem Jahr 2000 Zeitzeugen befragt. Das Ergebnis sind 13 verschiedene Videos. In Interviews schildern die Betroffenen, was ihnen widerfuhr. “ (OZ, s.o.)

Tausende in Oldenburg gegen die AfD

29. Oktober 2018

Der Beginn des Landesparteitages der niedersächsischen AfD am 27.10.18 wurde von großen Protesten begleitet. Bereits um 7:30 Uhr fanden an fünf verschiedenen Orten in Nähe zu den Weser-Ems-Hallen Kundgebungen statt. Die Polizei war von Beginn an auf den Straßen präsent. Bereits vor 8 Uhr kam es zu ersten Polizeikontrollen. Die Frühaufsteher*innen unter den AfDler*innen konnten noch ungestört in die Weser-Ems-Hallen zum Tagungsort gelangen. Im Laufe des Vormittags bildeten sich vor den verschiedenen Zuwegen Blockaden. Mehrere AfDler*innen wählten daraufhin einen Umweg über das Gebüsch oder stiegen in Polizeibegleitung über die Absperrungen, um zu den Hallen zu gelangen.
Hier geht es weiter zum Bericht der Oldenburger Rundschau: https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/10/27/tausende-in-oldenburg-gegen-die-afd/

AfD-Parteitag in Oldenburg – 2500 Gegendemonstranten erwartet

24. Oktober 2018


Am Samstag werden 2500 Demonstranten erwartet

Weiter geht es zum Artikel der NWZ: https://mobil.nwzonline.de/oldenburg/politik/oldenburg-afd-parteitag-in-weser-ems-hallen-am-samstag-werden-2500-demonstranten-erwartet_a_50,2,3846427059.html?fbclid=IwAR0gYTPhUF6RsM9qE3-P6dIS_dG-9dbRqR3ttSsiu7R-W2ghUfM3WrdvVKI

Wellenbrecher – Lied gegen den Fremdenhass

23. Oktober 2018

Pressespiegel: Bericht aus der OZ vom 14.10.18, Fotos von der facebook-Seite „Ostfriesland gegen rechts“

 

Vortrag zur Rolle der SA während der Reichspogromnacht in Ostfriesland

22. Oktober 2018

Pressespiegel: Auszug aus dem Bericht in der OZ vom 22.10.2018

Von Günther Niet

„Im Landschaftsforum in Aurich wurde am Freitag der Pogromnacht 1938 erinnert. Dr. Herbert Reyer referierte über die Judenverfolgung in Ostfriesland – und enthüllte: Hier war die SA besonders eifrig.

Aurich – Mit einer Gedenkveranstaltung mit Vorträgen und einer Diskussion hat am Freitag die Ostfriesische Landschaft an die Pogromnacht erinnert. Sie jährt sich in diesem Jahr zum 80. Mal. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten die Nationalsozialisten die Synagogen an, trieben Juden aus ihren Häusern und zerstörten ihre Geschäfte und Wohnungen.

In Ostfriesland hätten die Männer der SA dabei besonderen Eifer an den Tag gelegt, sagte Dr. Herbert Reyer aus Hildesheim in seinem Vortrag „Judenverfolgung und Reichspogromnacht in Ostfriesland 1938“ im Forum der Ostfriesischen Landschaft in Aurich. Im April 1940 hätten die Landräte Vollzug melden können: Ostfriesland war judenfrei. Damit seien mehr als 500 Jahre jüdisches Leben und jüdische Geschichte in Ostfriesland erloschen.

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Ausstellung „Keine Alternative“

20. Oktober 2018

Die AfD als „Partei der Bewegung“

 

Die Ausstellung „Keine Alternative!“ analysiert die Ideologie der „Alternative für Deutschland“ und die Beziehungen dieser Partei zu einer breiten völkischen Bewegung in Deutschland. Die gegenseitige Beeinflussung von Partei einerseits, extrem rechten Medien, Gruppen und Anführern andererseits, ist kennzeichnend für die AfD und entscheidend für deren weitere Entwicklung.

 

„Fundamentaloppositonelle Bewegungsfraktion“ – mit diesem von Björn Höcke geprägten Wortungetüm ist der zentrale innere Widerspruch der „Alternative für Deutschland“ und mit ihr des ganzen völkisch-nationalistischen Milieus zum Ausdruck gebracht worden.

 

Man will beides zugleich sein: Teil des parlamentarischen Systems mit allen seinen Möglichkeiten, gleichzeitig die Partei eben gegen dieses System.

 

Das Gründungspersonal der AfD um Bernd Lucke wollte 2013 um alles in der Welt verhindern, dass ihre neue Partei als „NPD light“, neofaschistisch oder „rechtsextrem“ gilt. Die historische Schuld des deutschen Faschismus und die Erinnerung an seine unfassbaren Verbrechen sind bis heute ein wesentliches Hindernis dafür, sich „ganz frei“ zu Nationalismus, Autoritarismus und Rassismus bekennen zu können.

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